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“Kernfragen und Herausforderungen im Bereich Softwareschulung mit Lösungsansätzen” – Erfahrungsbericht vom bvob Barcamp am 15.11.2019

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Der Berufsverband für Online-Bildung e.V. (bvob) ist eine Expertennetzwerk für Fachkundige aus dem Bereich E-Learning und Digitalisierung der Bildung. Wir waren beim 10-jährigen Jubiläum, welches als Barcamp Format angelegt war dabei. Das heißt: jeder Teilnehmer kann ein Thema vorschlagen und hat 45 min freie Zeiteinteilung, wie die Session gestaltet wird. 

Nach einer Keynote des E-Learning-Experten Dr. Jochen Robes zu Trends in der digitalen Bildung sowie Empfehlungen, von denen er eine mit seinem Vortrag eindrucksvoll vorgeführt hat (Content Curation – durch Beispiele aus Wissenschaft und Wirtschaft zu Trends), ging es in die Barcamp Sessions. 

Insgesamt kamen unterschiedlichste Sessions zusammen von “Welche Bedeutung haben Badges in der Online Bildung” (ausgehend aus der Diskussion aus dem Keynote) bis “Wie funktioniert ein Lernwürfel”. 

Sofia hat die Session-Ankündigung gleich als Aufruf an alle Softwaretrainer formuliert und damit das Format “Kernfragen und Herausforderungen im Bereich Softwareschulung mit Lösungsansätzen” initiiert. 

Als Impulsvortrag zum Start der Session ging es um die größten Kernfragen unserer Kunden im Bereich Mitarbeiterschulung. Die Teilnehmer wurden angeregt, ihre Herausforderungen und Fragestellungen ebenfalls mitzuteilen. Im anschließenden Gespräch wurde dann gemeinsam diskutiert, welche Lösungsansätze es zu den genannten Herausforderungen gibt. 

Die großen Fragen & Herausforderungen im Bereich Softwareschulung

Die Antwort darauf fängt nicht bei A wie Anwender sondern beim E wie Ersteller an: 

  1. Wie halte ich Anwenderwissen fest?

    • Welche zusätzliche Methoden gibt es zum Live Training?
    • Welche Tools sind für meinen Anwendungsfall geeignet? 
    • Wie kann ich auch international Know-How vermitteln?

  2. Wie sorge ich dafür, dass das Know-How beim Lernenden ankommt? 

    • Wie kann ich schrittweise digitale Kompetenzen vermitteln, um alle abzuholen? 
    • Wie schaffe ich ein Basisverständnis als Voraussetzung?
    • Wie stärke ich IT Kompetenzen der Teilnehmer?
    • Welche Formate sind geeignet? 

Lösungsansätze: Wie man ungeduldige Anwender bedient und zielgruppengerecht Software Know-How vermittelt.

1. Wie halte ich Anwenderwissen fest? Die technische Infrastruktur beeinflusst die Wahl des Mediums.

Der erste Ansatz ist der Austausch mit anderen Unternehmen und anderen Experten – wenn die unternehmensinterne Webinarsoftware immer wieder die gesamte Infrastruktur lahmlegt und das Vermitteln von Know-How damit unmöglich macht, hilft ein Schauen über den Tellerrand. Welche technischen Möglichkeiten und konkrete Tools gibt es? Genau dafür sind Veranstaltungen wie die Jahrestagung des bvob e.V. ideale Anlaufstellen. Oft ist man mit dem Problem nicht allein. 

Die Voraussetzungen für alle möglichen Tools bildet die Infrastruktur und beeinflusst damit (leider) auch die Wahl des Lernmediums. Auch wenn wir in einer idealen Welt gerne die aktuellsten und neusten Lernformate bedienen wollen – wenn die Infrastruktur dem nicht standhält, ist Scheitern vorprogrammiert. Zum Beispiel: Wenn meine Bandbreite es nicht zulässt, dass ich Webinare mit zahlreichen Teilnehmern aktivierend und interaktiv gestalten kann – kann ich auf asynchrone Lernmethoden umsteigen und Videos und Anleitungen häppchenweise zur Verfügung stellen. 

Was schon zum nächsten Punkt führt:

Anforderungen an Autorentools: 

Das Erstellen von Lerninhalten muss einfach und zugänglich sein. 

Beispiel: Eine Stadtverwaltung hat 20 Mitarbeiter in der IT, die zuständig sind über 300 verschiedene Softwareprogramme für über 2000 Mitarbeiter zu erklären und Hilfestellungen zu geben. 

ITler allein können nicht immer alle Prozesse abdecken. Wenn es bestimmte Gesetzesvorgaben oder SOPs aus dem Qualitätsmanagement gibt, kann die IT nicht alles an Support leisten. Dafür müssen auch Mitarbeiter aus Fachabteilungen in der Lage sein, Lerninhalte in Form von z.B. IT-Dokumentationen zu erstellen. Hier kommt das Konzept “User-generated content” ins Spiel: Wenn die Anwender von bestimmten Prozessen auch die Anleitungen dieser Prozesse schreiben, ist die Qualität der Instruktionen oft besser als von fachfremden Autoren. Dafür ist es jedoch notwendig, dass Dokumentationsprozesse so einfach sind, dass jeder sie ganz leicht ausführen kann.

2. Wie sorge ich dafür, dass das Know-How beim Lernenden ankommt?

Wie im Blogbeitrag “Bereit für den Digitalen Wandel” kommt es schlussendlich darauf an, welches Format die Zielgruppe (= das Individuum) zum Lernen bevorzugt. 

Es gibt Menschen, die wollen ein Video sehen und genau gezeigt bekommen, wie sie zum gewünschten Ergebnis kommen. Andere drucken sich immer noch gerne PDF-Anleitungen aus, weil sie die Lösung nicht in dem Medium suchen, was das Problem erst verursacht hat. 

Wiederum andere wollen eine Simulation in einer Sandboxumgebung, wo sie nichts kaputt machen können. Scheitern und Fehler haben dort keine negativen Konsequenzen, bis Anwender sich sicher genug fühlen in die echte Software zu wechseln. 

Jedes Format hat seine Stärken und Schwächen. 

Als Best Practice hat ein Teilnehmer von einem Unternehmenskunden berichtet, der die Faustregel befolgt, jedes Lernmaterial für Software in mindestens 5 Formaten zur Verfügung zu stellen. 

Als Lerner soll ich aussuchen können: Welches Thema lerne ich wie? Und bekommt dafür folgende Optionen: 

  • Klassisches Handbuch
  • Video
  • Simulation
  • PDFs zum Ausdrucken als knackige Klickanleitung
  • interaktive Anleitung direkt am Bildschirm

Diese Wahlfreiheit stellt damit die Anforderung an die Ersteller und die Autorentools, die zum Erfassen und Anreichern der Lernmedien verwendet werden. 

Bis auf die Simulation und Video kann unse Dokumentationssoftware FlowShare alle Medien bedienen. Damit legt es einen Grundstein für das Vermitteln von digitalen Kompetenzen. Wenn Sie also eine einsteigerfreundliche Lösung suchen – werfen Sie einen Blick drauf. 

Umfang der Lerninhalte: So viel wie nötig, so knackig wie möglich

Die Aufmerksamkeitsspanne der Teilnehmer beträgt gerade einmal 5 Minuten. Und jetzt stellen Sie sich vor, Sie möchten eine hochkomplexe Software erklären und haben dafür eine Webinarsession von einer Stunde veranschlagt. 

Man muss nicht gut in Mathe sein, um sich auszurechnen, dass die Wahrscheinlichkeit, Ihre Zuhörer in dieser langen Zeit zu verlieren, bei nahezu 100 % liegt. 

Es sei denn – Sie bedenken die Aufmerksamkeitsspanne. Und portionieren Ihre Inhalte, bauen aktivierende Einheiten ein – Praxisübungen, Interaktion, Fragen. 

Was im Video gilt, gilt auch für Handbücher: Vom 600-Seiten Handbuch müssen wir hin zu spezifischen bedarfsorientierten Anleitungen.

Noch mehr Lösungsansätze finden Sie auf der Learntec 2020

Wenn Sie diese Lösungsansätze berücksichtigen, sind Sie einer erfolgreichen und nachhaltigen Vermittlung von digitalen Kompetenzen schon ein ganzes Stück näher. 

Und wenn Sie immer noch auf der Suche nach einer passenden Lösung sind, sollten Sie einen Ausflug auf die Learntec 2020 unternehmen. Dort wird es ein Wiedersehen mit vielen bvob Mitgliedern geben und viele Hersteller erlauben tiefe Einblicke in Ihre Lösungen – so auch wir. 

Was sind Ihre Fragestellungen im Hinblick auf das Vermitteln von Anwenderwissen? 

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