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Screencast-Tools in 2020: 9 Software-Lösungen um schnell und einfach Ihren Bildschirm aufzunehmen

Screencast

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Screencasts sind ein effektives Werkzeug um Know-How zu vermitteln und Abläufe zu verdeutlichen. Für ihre Erstellung werden Tools benötigt: Software-Lösungen, die den Bildschirm aufzeichnen. Doch welches Tool ist geeignet?

In unserem letzten Blogpost haben wir Ihnen vorgestellt was Screencasts eigentlich sind und wie sie optimal im Unternehmen eingesetzt werden können. Screencasts nehmen Ihre Zuschauer mit und bilden Prozesse exakt so ab, wie sie auf dem Computer stattfinden. Dadurch, dass Screencasts Video-Format haben, sind sie allein meistens nicht ausreichend. Sie bieten keinen guten Überblick und Anwender müssen im Video springen, wenn sie zu einer bestimmten Antwort an einer bestimmten Stelle gelangen wollen.

In Ergänzung zu anderen Lern-Dokumenten, wie Schritt-für-Schritt Anleitungen und Manuals, können Screencasts jedoch eine große Bereicherung sein. Beispielsweise Scopevisio setzt Screencasts sehr erfolgreich in Kombination mit FlowShare-Anleitungen ein. Die Nutzer des Bonner IT-Unternehmens können aussuchen, ob sie über die Schritt-für-Schritt Erklärungen von FlowShare oder über Videos lernen. Je nach Bedarf können sie das Medium wechseln und so ihrem individuellen Lernbedarf anpassen. So profitieren die Nutzer von den Vorteilen beider Möglichkeiten und es wird sichergestellt, dass das Wissen bei ihnen ankommt.

Wenn Sie nun auch Ihre erste Bildschirm-Aufnahme starten wollen, für Ihre Kunden, Kollegen, Follower – oder sei es für Ihre Oma – müssen Sie jedoch zuerst eine wichtige Entscheidung treffen. Die große Frage: Mit welchem Tool?

Welche Software eignet sich am besten zum Screen Recording?

Es gibt eine Vielzahl an verschiedenen Anbietern und Tools auf dem Markt, von ganz einfachen Aufnahme-Werkzeugen bis zu hochkomplexer Software mit zahlreichen Bearbeitungsoptionen. Von kostenlosem Download über monatliche Lizenzgebühren bis zu einmaliger Erwerb. Im Folgenden stellen wir Ihnen einige dieser Tools vor:

Übersicht

Ein Überblick der Screencast-Tools

1. Loom
2. Screencast-O-Matic
3. Free Screen Recorder
4. OBS Studio
5. Camtasia
6. Quicktime Player
7. Screenium
8. Adobe Captivate
9. CamStudio
Bonus: Powerpoint

1. Loom

Loom ist ein junges Unternehmen, deren Tool das Aufnehmen und Teilen von Bildschirmvideos sehr einfach macht. Es ist sehr intuitiv und eignet sich sowohl für das Aufzeichnen schneller Video-Nachrichten an die Kollegen als auch Demo-Videos, Onboardings und allen anderen möglichen Arten von Screensharing. Die aufgenommenen Videos können in begrenztem Ausmaß bearbeitet und mit einem Passwort geschützt werden. Die Installation erfolgt in Google Chrome über eine Extension.

Die Aufnahme geht sehr schnell und wird automatisch hochgeladen, was das Teilen der Inhalte sehr einfach macht und einen großen Faktor Spaß reinbringt. Loom kann unter anderem in Gmail, Slack und Jira integriert werden.

Loom ist komplett kostenlos. Auf https://www.useloom.com/ lässt sich die Extension schnell installieren.

2. Screencast-O-Matic

Ein weitverbreitetes Tool für Videoaufnahme, -bearbeitung und -verbreitung: Der Hersteller von Screen-O-Matic wirbt mit mehr als 9 Millionen Usern und bereits mehr als 55 Millionen erstellten Videos. Das Tool wendet sich gezielt an Bildungseinrichtungen, Unternehmen und Entwickler. Es ermöglicht eine einfache Bildschirmaufnahme und die Option, diese mit Webcam- und Audioaufnahmen zu ergänzen.

Im nächsten Schritt folgen zahlreiche Bearbeitungsoptionen: Animationen, Zoomfunktionen, Hervorheben von Details, Musik, Farbänderungen, Beschreibungen, Übergänge, Maus anzeigen oder verstecken und der Import von Bildern oder Videos aus verschiedenen Devices. Anschließend bietet die Software die Option, fertige Screencasts über Youtube, Screen-O-Matic oder per Link zu teilen. Die Videos können in Programmen wie Moodle, Canvas oder in das firmeneigenen Intranet integriert werden.

Die Software ist kostenlos mit dem Screen-O-Matic-Wasserzeichen und einer Aufnahmelänge bis zu 15 Minuten. Im Erwerb zahlen Sie für eine Einzellizenz ab 1,65 $ pro Monat, für Gruppenlizenzen gibt es Rabatte. Mehr unter https://screencast-o-matic.com/home.

3. Free Screen Recorder

Ein kostenloses Tool für Windows-Computer ist der Free Screen Recorder. Dieser erlaubt die Aufnahme von Bildschirmvideos und einzelnen Screenshots. Die Dateien werden als MP4-Video und im BMP-, TIF-, PDF-, JPG- oder PNG-Format ausgegeben. Beim Aufnehmen kann der Bildschirmausschnitt frei gewählt und Ton und Mauszeigeraktivitäten aufgezeichnet werden. Der Screen Recorder wird regelmäßig aktualisiert.

Mehr Informationen unter: https://www.dvdvideosoft.com/products/dvd/Free-Screen-Video-Recorder.htm.

4. OBS Studio

OBS Studio ist eine bereits sehr weit entwickelte, kostenlose Open-Source Software. Das Tool eignet sich gut für die Videoaufnahme mit Ton und das Streaming von Videos.

OBS Studio erlaubt zahlreiche Aufnahmemöglichkeiten: Unter anderem das Umschalten zwischen verschiedene Szenen und/oder verschiedenen Videoquellen, Einstellung der Bildschirmauflösung oder Bild-im-Bild-Aufnahmen. Im Nachhinein können Sie die Videos schneiden und mit Video-Effekten und Filtern verschönern. Der Download enthält zudem ein Audio-Mixer. Dieser regelt die Rauschunterdrückung und die Verstärkung des Tons.
Durch das Open-Source-Format entwickelt OBS Studio sich stetig weiter und wird bereits ausgiebig für Anleitungen und Tutorials, oder auch Let’s play-Videos genutzt. Auch 2019 wurde OBS noch regelmäßig aktualisiert.

Download für Windows, Mac und Linux unter https://obsproject.com/.

5. Camtasia

Techsmith, die Macher von Camtasia, sind wohl einer der größten Anbieter auf dem Screencast-Markt. Camtasia eignet sich gut für professionelle Demo-Videos und Tutorials. Das Tool hat eine hohe Leistung und umfasst weit mehr Funktionen als die einfache Bildschirmaufzeichnung.

Nach der Bildschirmaufnahme bietet Camtasia umfangreiche Bearbeitung an: zahlreiche Optionen wie visuelle Kommentare, Hervorhebungen oder Untertitel. Im eigenen Schnittprogramm werden Effekte und Übergänge, sowie nach Wunsch Bild, Audio- und Videodateien hinzugefügt. Zusätzlich ist die Aufzeichnung von Mikro und Webcam möglich, bevor die fertigen Videos in verschiedenen Formaten und Dateigrößen exportiert werden können.

Camtasia kostet beim einmaligen Erwerb 269,05 € für Mac oder Windows. Sehr praktisch ist die kostenlose Testversion der Software, bei der man Camtasia 30 Tage lang ausgiebig testen kann. Erhältlich unter https://www.techsmith.de/.

6. (Mac) Quicktime Player

Mac-User haben es meist bereits installiert, der Quicktime Player ist nicht nur ein Mediaplayer zum Abspielen von Videos, sondern ermöglicht gleichzeitig die Aufnahme des Bildschirms. Nutzer können dabei den Bildausschnitt und Audioquellen wählen. Dazu besteht die Möglichkeit Mausklicks zu visualisieren. In Quicktime selber ist keine Nachbearbeitung der Videos möglich. Dazu benötigen Sie ein Extratool, wie beispielsweise iMovie.

Falls noch nicht installiert, ist der Download kostenlos. Mehr Infos finden Sie unter https://support.apple.com/quicktime.

7. (Mac) Screenium

Ein Screencast-Tool für Mac-User: Auch Screenium bietet zahlreiche Funktionen beim Aufnehmen und Bearbeiten der Bildschirmaufnahmen. So kann der Schreibtisch-Hintergrund ausgeblendet oder während des Screencasts ein zweites Video mit Kamera aufgenommen und eingebunden werden – so entstehen Video-in-Video-Screencasts z.B. mit der Webcam.
Screenium bietet Werkzeuge zum Schneiden, Markieren und Hervorheben von Details. Fertige Videos können exportiert oder direkt auf YouTube, Vimeo, Facebook und Flickr veröffentlicht werden. Alternativ erlaubt Screenium den Versand via Nachrichten-App auf dem Mac oder per Mail.

Screenium kostet 29,99 Euro im Appstore. Eine Demo-Version mit allen Funktionen bis auf den Export ist verfügbar unter https://www.syniumsoftware.com/de/screenium.

8. Adobe Captivate

Die Software aus dem Hause Adobe setzt den Fokus auf den Bereich E-Learning. Captivate ist wohl eine der umfangreichsten Screencast-Tools und hilft bei der Erstellung von E-Learnings, Software-Demos oder Screen Recordings.

Die Software bietet eine große Bandbreite an Bearbeitungsoptionen mit verschiedenen Templates, Designfunktionen und Beschriftungsmöglichkeiten. Zudem bietet Captivate einen weiteren besonderen Vorteil: Es erlaubt die responsive Aufbereitung der Dateien. Videos passen sich an mobile Formate an und können außerdem mit Zusatzfeatures wie GPS-Erkennung, interaktiven Elementen oder einer Quiz-Option ergänzt werden.
Das Tool ist neben Windows-Computern und auf dem Mac auch auf dem Ipad nutzbar und kann auch ältere Inhalte in mobile Formate umwandeln.
Im letzten Schritt bietet Captivate verschiedenste Ausgabeformate der fertigen Screencasts zur Weiterverarbeitung, Nutzung und Verbreitung an.

Captivate lohnt sich vor allem für umfangreiches E-Learning und kostet 33,99 $ im Monat. Mehr unter https://www.adobe.com/de/products/captivate.html.

9. CamStudio

Die Open Source Software CamStudio ist eines der Basic-Tools um den Bildschirm aufzunehmen. Sie bietet eher wenig Zusatzfunktionen, ist aber dafür sehr einfach zu bedienen: Von der Bildschirmaufnahme geht es zu nachträglichen Verbesserungen der Audio-Spur bis zur Ausgabe der Screencasts als AVI- oder SWF-Datei. Mithilfe von Dritt-Tools können diese Dateien in andere Videoformate konvertiert werden. Weitere Features sind ein eigener Videoplayer und das Einfügen von Pfeilen und Textfeldern. Leider gibt es jedoch keine Aktualisierungen der Software mehr – die neueste Version stammt von 2015.

CamStudio ist für Windows kostenlos verfügbar unter http://camstudio.org/.

Bonus: Powerpoint

Dieser Tipp hat uns von einem Flowshare-Nutzer erreicht: Ganz einfach, lässt sich auch Powerpoint zur Bildschirmaufnahme nutzen. Unter dem Menüpunkt „Einfügen“ wählen Sie dazu die Option „Bildschirmaufnahme“. Damit erlaubt Powerpoint die Auswahl von verschiedenen Bildschirmausschnitten, sowie die Aufnahme von Stimme und Mauszeiger. Zwar muss man sich kurz an die Steuerung des Tools über verschiedene Tastenkombinationen gewöhnen, kann danach aber schnell und einfach Screenrecords erstellen.

Das Bildschirmvideo wird anschließend automatisch in die Powerpoint-Präsentation eingebettet, kann aber auch separat gespeichert werden. Mehr Informationen finden Sie dazu auch beim Office-Support.

Die ausgewählten Screencast-Tools sind nur einige aus einer riesigen Fülle an verschiedenen Software-Lösungen auf dem Markt. Letztendlich ähneln sich viele der Programme und unterscheiden sich nur in einzelnen Funktionen oder ungleich einfacher Bedienung.

Für den gelegentlichen Gebrauch eignen sich meist schon kostenlose Lösungen, dafür bieten die kostspieligen Alternativen zahlreiche Zusatzfeatures und bequeme All-in-One-Lösungen für den professionellen Gebrauch.

Gleichzeitig entwickelt sich der Markt täglich weiter. Einige Tools erreichen durch Updates starke Qualitätssteigerungen, andere werden nicht mehr weiterentwickelt und veralten mit der Zeit. Schreiben Sie uns gerne in die Kommentare, welches Screencast-Tool Sie benutzen und welche Erfahrungen Sie damit gemacht haben!

Falls Sie, wie Scopevisio, Ihren Anwendern die Kombination von Screencasts mit Schritt-für Schritt Anleitungen anbieten wollen, probieren Sie doch mal FlowShare aus! Die Dokumentationssoftware erstellt automatisch innerhalb kürzester Zeit übersichtliche Anleitungen mit Bild und Handlungsanweisung. Damit haben Anwender den perfekten Überblick über auzuführende Schritte – und Dokumentationsersteller viel Zeit und Arbeit gespart. FlowShare können Sie kostenlos testen und entweder als Monats- oder als Jahreslizenz erwerben. Bei Fragen melden Sie sich gerne bei uns!

FlowShare hilft IT-Abteilungen bei der schnellen und einfachen Erstellung von Schritt-für-Schritt-Anleitungen.

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