Big Data – von der Definition zum Anwendungsbeispiel

Erfahrungsbericht von der MMM Konferenz 2018

„Minds mastering machines“

…was zunächst klingt wie eine Umschreibung von miraminds’ Unternehmensvision, war im Oktober der Titel einer Konferenz, rund um die Themen Big Data, künstliche Intelligenz (KI) und maschinelles Lernen (ML).

Für drei Tage kamen im Herzen Londons Forscher, Entwickler, Anwender und Interessierte zusammen um die Zukunft der Technik zu evaluieren. Da konnten wir nicht fehlen und wurden durch eine kleine Reise-Delegation im britischen Königreich vertreten. Das Ziel war, sich auf praktischer Ebene und jenseits von Hype, Hysterie und Buzzwords, einen Überblick über die aktuellen Aktivitäten und Herausforderungen auf dem Gebiet zu verschaffen. Im Rückblick stellen wir fest: “Minds mastering machines” (oder auch “m-cubed”) war definitiv die richtige Plattform für dieses Ziel!

Highlights der M-cubed 2018

Aber von vorne: Auch falls bei Ihnen ML eher für Mililiter steht als für maschinelles Lernen und KI das Autokennzeichen für Kiel ist, sind Sie noch nicht verloren. Denn auch in London stand zunächst nochmal die Basis auf der Agenda: Was ist eigentlich Intelligenz, was künstliche Intelligenz und was maschinelles Lernen? Selbst Profis sind hier nicht immer ganz klar bei der Abgrenzung der Begrifflichkeiten. Sehr empfehlen können wir deswegen den Vortrag von Chris Knight. Leider nicht in bester Mikrofon-Qualität aber dafür mit gut verständlichen Erklärungen rund um KI und ML.

Ein weiteres Highlight war die Keynote-Präsentation von Joanna Bryson zur Fragestellung, ob Menschen oder Maschinen in der Zukunft die Oberhand haben werden (wir können Entwarnung geben ;-)).

Konferenz

Einen interessanten Anwendungsfall dagegen hat Stephanie Fischer von dem Münchener Startup Datanizing auf der Konferenz vorgestellt. In ihrem Vortrag demonstriert sie, wie mit maschinellem Lernen riesige Datenmengen ausgewertet werden können. Der Anwendungsfall mit direktem Bezug zur Konferenz: Was sollte man vor einem London-Trip wissen? Problem: Wir leben ja im ”Information Age”, also soll es das Trip-Advisor-Forum als Datenquelle sein. Dies ist aber – wie viele Datenquellen – flach. Das heißt, die Daten sind unstrukturiert und es ist schwierig schnell einen Sinn aus den tausenden von Einträgen herauszufiltern. In ihrem Vortrag zeigen die Münchner, wie sie die rund 1,3 Millionen Einträge in ihre “Text analysis Pipeline” schicken. Über den Download der Daten und verschiedene Bearbeitungsschritte filtern sie den Sinn der Informationen heraus. Vorläufiges Ergebnis übrigens: Heathrow ist eines der häufigsten genutzten Wörter des Forums, aber Gatwick ist im Kommen, London scheint eine weniger geeignete Stadt für Cocktails zu sein als New York und besonders beliebt sind die Wörter “Good” und “Day”.

In diesem Sinne können wir das bestätigen: Wir hatten drei “really good days” in London und können die Minds mastering machines definitiv jedem empfehlen, der einen praktischen Einstieg in diese Thematiken sucht. Es war ein aufschlussreicher Ausflug in die Welt von künstlicher Intelligenz und maschinellem Lernen.

Und was hat das mit miraminds zu tun?

Miraminds arbeitet an dem Ziel, Ihnen das Arbeiten am Computer und das Auffinden von Anwenderwissen signifikant zu erleichtern. Momentan sind wir in der heißen Phase unserer 2. Softwarelösung “Flowguide” – gleichzeitig haben wir schon eine bestimmte Idee für die übernächste Produktgeneration im Hinterkopf. Wir möchten herausfinden, ob wir durch die Beobachtung des Verhaltens eines Softwarenutzers seine Bedürfnisse an Hilfestellungen und Performance-Support erahnen können.

Durch die verschiedenen Vortragsreihen auf der m-cubed konnten wir uns in London gezielt Veranstaltungen passend zu diesen Ideen heraussuchen. Mit Erfolg: Drei Tage lang haben wir uns einer bunten Mischung aus mathematischen Hintergründen und Anleitungen zum Arbeiten mit künstlichen, neuronalen Netzen gewidmet. Nach dem Input folgt jetzt die Arbeit. Mit frischer Motivation und den neuen Erkenntnissen widmen wir uns weiter unserer Vision, jedem die Anwendung von komplexer Software zu ermöglichen – und halten Sie natürlich auf dem Laufenden, was Neuerungen bei uns angeht.

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